Reiseinformationen zu Ladakh

Für die Einreise nach Ladakh benötigen Sie
einen über das Reiseende hinaus mindestens noch 6 Monate gültigen
Reisepaß und ein Visum, das beim Indischen Generalkonsulat in Frankfurt,
Telefon 069 - 1530050, bestellt werden kann.
Gesundheit Vorbeugung:
Es sind keine Impfungen vorgeschrieben, empfohlen werden jedoch
Schutzmaßnahmen gegen Tetanus, Polio, Typhus
und Hepatitis A/B und Malaria-Prophylaxe
(Resochin). Wegen möglicher weiterer
Schutzimpfungen, auch für die Weiterreise in andere Gebiete Indiens,
sollten Sie Ihren Hausarzt befragen.
Die beste Reisezeit für das Ladakh sind die Monate
Juli bis September. Abends wird es jedoch häufig kalt. Regenfeste
Kleidung sollte auf jeden Fall im Gepäck sein, auch wenn das Ladakh in
der Regel nur geringe Niederschlagsmengen aufweist. Die meisten Orte
Ladakhs liegen über 3500 m hoch. Vor der ersten anstrengenden
Trekking-Tour sollte man dem Körper deshalb ausreichend Zeit geben, sich
auf die Höhe einzustellen. Wer zu niedrigem Blutdruck neigt, sollte
Kreislaufmittel nicht vergessen.
Allgemeines:
Nördlichster Landesteil Indiens, in etwa südliche Breite Nordägyptens.
Größte Provinz im Bundesstaat Jammu und Kaschmir.
Durchschnittliche Höhe über Meeresspiegel: 3500m
Fläche: 96.000km2.
Hauptstadt: Leh ca. 10.000 Einwohner.
Sprache: Ladakhi, ein tibetischer Dialekt. Englisch nur in
Touristengebieten.
Gesundheit allgemein:
Vorbeugung gegen Magen-,Darmerkrankungen: Nur geschälte, gekochte oder
originalverpackte Lebensmittel essen. In Delhi werden öfters selbst
abgefüllte Flaschen als Mineralwasser verkauft. Auf Originalverschluß
achten!
Bei Restaurants auf Sauberkeit des Geschirrs achten, läßt oft auch
Rückschlüsse auf die Küche zu. Um Touristen den Luxus einer Dusche zu
ermöglichen, wird das Wasser in Leh meistens mit Kübeln in die
Blechkanister auf den Hausdächer getragen . Daher ist vom
Leitungswassergenuß strikt abzuraten (Wurmerkrankungen). Zum Zähneputzen
Mineralwasser verwenden. Wasser aus Gebirgsbächen vorsichtshalber mit
Tabletten entkeimen.
Am meisten Krankheitserreger werden über die
Hände übertragen. Daher Hände oft waschen. Tip: Desinfektionstücher
aus der Apotheke mitnehmen.
Höhenkrankheit:
Belastung des Körpers durch die extreme Höhenlage Lehs (3.500m). Nach
der Ankunft mit dem Flugzeug im Hotel hinlegen, Füße hoch lagern, kein
Kopfkissen verwenden, versuchen ein paar Stunden zu schlafen.
Zumindest während der ersten drei bis vier Tage
nur leichte Spaziergänge unternehmen.
Bei Kopfschmerzen und Anpassungsproblemen gut
bewährt: Aspirin . Sehr viel trinken (mindestens 4-5 Liter Flüssigkeit
pro Tag). Bei Durchfall zusätzlich noch Rehydrations Salz. ( In Apotheken
erhältlich)
Bei Verdacht auf Höhenkrankheit (Erschöpfung, Schlaflosigkeit trotz
totaler Müdigkeit, Herzklopfen, Schwindelgefühl, starke Kopfschmerzen,
blaue Lippen,
aschgraues
Gesicht) sofort ins Tal zurück. Auf keinen Fall höher aufsteigen.
Gutes Militärkrankenhaus mit Sauerstoffzelt in Leh.
Bei Trekkingtouren empfiehlt sich die Mitnahme von Vitamintabletten.
Sonnenschutz mit hohem
Lichtschutzfaktor verwenden, Sonnenbrillen mit besten Gläsern,
Kopfbedeckung zum Schutz vor Sonnenstich.
Geld:
US-Dollar- oder EUR Travellerschecks, Visa und Mastercard sind in Leh
geläufig. Wechseln nur in Leh und Kargil in Banken sowie bei Hotels und
manchen Telefonkiosken möglich.
Öffnungszeiten Bank of India Mo-Fr 10.00-14.00, Hochsaison Sa 10.00-12.00
Wechseln kann man auch am Abend bei der Tourist Info im Ort.
Klima und Reisezeit:
Hauptreisezeit ist Mitte Juli bis Ende August. Dann ist das Klima sehr
trocken, heiß am Tag, in den Nächten kann es bis unter null abkühlen.
Nachsaison ab Anfang September. Dann ruhiger und weniger Touristen.
Im Winter sehr kalt, wenig Niederschlag und einsam. Nur für absolute
Individualisten zu empfehlen.
Anreise:
Bis Delhi: Flug direkt mit Air India, Lufthansa, Swissair u.a. ab
Frankfurt, Wien oder Zürich.
Weiterreise nach Leh von Delhi mit Air India oder privater Linie vom
Domestic Airport Terminal B . 1-2 mal täglich. Abflug meistens zwischen
6.00 u. 7.00 am Morgen. Mindestens 2 ,5 Stunden vorher am Schalter sein!
Bei Individualreisenden besser Flugticket Delhi-Leh und retour schon von
Europa aus buchen!
Beim Einchecken keine Batterien in Kameras lassen. Werden abgenommen.
Alternative: Ca. 4- 5 tägige, spektakuläre Busfahrt von Delhi nach Leh
über Manali.
Infos: Touristenbüro Delhi , Janpath 88.
Hotels:
Ladakh: Nur in Leh verschiedene Qualitätsstufen der Unterkünfte
vom Guest House bis zum Hotel ( Ca. 170 verschieden Unterkünfte) .
Sogenannte 4 Stern Hotels entsprechen eher unserem einfachen Standard.
Strom oft nur zwischen 18.00 und 22.00 Uhr.
Ein Schlafsack kann in manchen Unterkünften die Bekanntschaft mit
allzukleinen Tierchen vermeiden.
In den Dörfern ist es durchaus üblich Quartier in
Privathäusern zu gewähren.Die Übernachtung in privaten Häusern gehört
zu den besonderen Erlebnissen einer Ladakhreise.
Unterkünfte in Leh: In der Altstadt,
nette Atmosphäre, sauber.
Essen und Trinken:
In Leh findet man in den zahlreichen Restaurants hauptsächlich indische,
chinesische und tibetische Küche. Typisch ladakhische Küche mit Speisen
wie Baba, einer Art Erbsenspeise vermischt mit Mehl, oder Thupka einer
einfachen Suppe, nur bei Familien.
Zu trinken gibts dazu den typischen Buttertee, ein aus Schwarztee, Butter
und Salz in einem Holzzylinder gestampftes Getränk. Probieren!
Sehr gut schmeckt auch der in Glasflaschen angebotene naturtrübe Apfelsaft
aus Manali. Vorsicht bei Alkohol (Hauptsächlich Bier und indischer Whiskey
und Rum). Wegen der dünnen Luft verstärkte Wirkung.
Einkaufen:
In den zahlreichen Läden in Leh verkaufen hauptsächlich kaschmirische
Händler, die wegen der anhaltenden Unruhen aus Kaschmir ausgewandert
sind, Kunsthandwerk aus der Region, Rajastan, aus Nepal und Südindien.
Als Mitbringsel eignen sich besonders Schmuck aus Silber mit
Halbedelsteinen vom Himalaya, Holzmasken meist neueren Datums, Teppiche
sowie verschiedene handwerklich schöne Schatullen und Bilder . Der Handel
mit religiösen Ritualobjekten wie Thankas u.ä., trägt zum Ausverkauf
der ladakhischen Kultur bei. Antiquitäten die mehr als hundert Jahre alt
sind werden daher auch vom strengem Zoll bei der Ausreise beschlagnahmt.
Handeln ist durchaus erwünscht. Für Leute die nicht handeln wollen
bietet die Sweet Heart
Boutique in der Zangsty Road, angenehme, unaufdringliche
Atmosphäre mit zum Teil herausragenden Schmuckstücken aus ganz Indien zu
Fixpreisen.
Trekking:
Organisierte Touren werden entweder von zu Hause geplant oder direkt von Leh
aus mit einem der zahlreichen Reisebüros.Diese Variante braucht aber mehr
Zeit für die Organisation und Vorbereitung.Für Individualreisende immer
wieder Angebote zum mit wandern" bei bereits bestehenden Gruppen ( in
der German Bakery, in Reisebüros, in verschiedenen Hotels und
Restaurants).Ausrüstungsverleih bei verschiedenen Reisebüros.( Zelt,
Isomatten usw.)Busse und Taxis ab Leh.
Tempelfeste:
Die meisten Feste finden während der Wintermonate statt. Die Bevölkerung
hat dann mehr Zeit für die mehrtägigen Feste. Feste im Sommer: Hemis
(Anfang Juli), Phiyang (Ende Juli), Trakhtog und Thikse. Bitte in den
Klöstern und bei den Festen keine kurzen Hosen (auch Männer), Röcke,
schulterfreie Shirts u. ä.. . In den Klöstern Schuhe ausziehen. Nie
zwischen einem Betenden und dessen Heiligtum stellen. Keinesfalls am
Klosterhof rauchen oder Alkohol trinken. Mit ein wenig Feingefühl und
Beobachtung lassen sich schnell die richtigen Verhaltensregeln von der
Bevölkerung abschauen.
Fotografieren:
Durch den hohen UV Anteil des Lichts unbedingt UV Filter vor jedem
Objektiv verwenden. Polarisationsfilter geben einen schönen, dunklen Himmel.
Außer Militäreinrichtungen kann man in Ladakh alles fotografieren. Beim Anflug
nach Ladakh keine Luftaufnahmen ! Die Menschen Ladakhs lassen sich nach einer freundlichen Bitte meistens
gerne ablichten. Genügend Filme mitnehmen! Für Aufnahmen im Freien reicht die Filmempfindlichkeit von 100 ISO. In
Innenräumen der Klöster blitzen oder hochempfindlichen Film verwenden.
(800 ISO) Dies gibt im allgemeinen auch die schöneren Stimmungen. Während Gebetszeremonien nicht blitzen!
Literatur:
Jutta Matausch, Ladakh und Zanskar, Reise Know How Verlag
Keilhauer, Anneliese & Peter: Ladakh und Zanskar.
Lamaistische Klosterkultur
im Land zwischen Indien und Tibet. DuMont
Kunst-Reiseführer.
APA Guides, West-Himalaya. Kaschmir, Ladakh, Zanskar.
Hrsg. v. Manjulika
Dubey u. Toby Sinclair.
Heinrich Harrer; Ladakh: Götter und Menschen hinter
dem Himalaya; Ullstein Verlag