Gute
Reise
Leh/ Indien am
18.11.2002
Teil der indischen Föderation
Indien ist das
siebtgrößte Land der Erde. Hier lebt über eine Milliarde Menschen - über
ein Sechstel der gesamten Weltbevölkerung! Allein die Hauptstadt Neu Dehli
im Norden des Landes hat 11 Millionen Einwohner. Der Subkontinent liegt im
Indischen Ozean und ragt im Norden in das Himalayagebirge hinein. Ganz im
Norden am oberen Indus in Kaschmir liegt die Gebirgslandschaft Ladakh. Das
Gebiet zwischen Himalaya und Karakorum ist von der Größe Österreichs mit
etwa 130.000 Einwohnern. Das Königreich Ladakh gehört zur indischen
Föderation und liegt im östlichen Teil des West-Himalaya. Umrahmt wird es
von China, Pakistan und Indien - ein Teil des Landes ist militärisches
Sperrgebiet. Hauptstadt ist Leh.
Leh und Umgebung
Leh liegt in
einem weiten Seitental des Flusses Indus. Wahrzeichen der Stadt ist die
Königsburg. Sie stammt aus dem späten 16. Jahrhundert. Die Gebetsmauer am
Ortseingang von Leh bezeugt die Religiosität der Ladakhis. Es sind
überwiegend Buddhisten. Ihr Land wird deswegen auch "Klein Tibet" genannt.
Vor allem im Winter, wenn die Landarbeit ruht, werden in den Klöstern
Tempelfeste gefeiert. Zum Beispiel im Kloster Spituk bei Leh. Weitere
Stationen von Leh aus sind das Kloster Thikze und die Burg Shey. In der
weiten Ebene dazwischen stehen die ältesten Tschörten von Ladakh; das sind
Reliquienschreine aus dem 8. und 10. Jahrhundert. Zum Respekt gegenüber
Kultur und Religion gehört, dass kein Tourist - weder männlich noch
weiblich – ein Kloster in kurzen Hosen betritt.
Unwirtliche Gegend
Nicht einmal ein halbes Prozent der
Landfläche von Ladakh ist bewohnbar. Alle besiedelten Täler liegen
mindestens auf einer Höhe von 3.500 Meter. Ein Aufenthalt in Ladakh oder
der Provinz Zanskar sollte deshalb mindestens eine Woche dauern, da sich
selbst Reisende mit guter Kondition an die Höhe gewöhnen müssen. In dieser
unwirtlichen indische Region, die kulturell und religiös so sehr von Tibet
beeinflusst ist, sind vor allem die Klöster sehenswert. Sie werden Gompas
genannt und liegen meist an exponierten Stellen in den Bergen. Die
empfehlenswertesten Klöster sind Alchi, Hemis, Spituk und Tikse.
Das Zanskartal
Auf einer
Felsenspitze hoch über dem Zanskartal liegt die 1.000 Jahre alte
Klosterfestung Tongde. Bis auf die Hauptstadt Padum sind die Dörfer und
Klöster Zanskars nur zu Fuß erreichbar. Nur im Januar und Februar ist der
Zanskarfluss so zugefroren, dass er begehbar ist. Die restliche Zeit des
Winters bleiben die Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten, weil die über
5.000 Meter hohen Pässe nicht zu überwinden sind. Wo der Fluss nicht
begehbar ist, kosten die Klettertouren Kraft, Zeit und Konzentration.
Zanskar war früher eines der sieben Königreiche im Himalaya. Heute ist es
eine Provinz Ladakhs auf 3.800 Meter Höhe. Sie besteht aus kolossalen
Bergketten und wild zerfurchten Tälern. Nur 8.000 Menschen leben hier auf
etwa 5.000 Quadratkilometern. Sie im Winter zu besuchen, ist eines der
letzten großen Abenteuer im Himalaya.
Die beste Reisezeit...
...für das Ladakh sind die Monate Juli
bis September. Abends wird es jedoch häufig kalt. Regenfeste Kleidung
sollte auf jeden Fall im Gepäck sein, auch wenn das Ladakh in der Regel
nur geringe Niederschlagsmengen aufweist. Die meisten Orte Ladakhs liegen
über 3.500 Meter hoch. Vor der ersten anstrengenden Trekkingtour sollte
man dem Körper deshalb ausreichend Zeit geben, sich auf die Höhe
einzustellen. Wer zu niedrigem Blutdruck neigt, sollte Kreislaufmittel
nicht vergessen.
Buchen von Deutschland aus
Da die Flüge nach Leh häufig
wochenlang ausgebucht sind, empfiehlt sich die Vorausbuchung über ein
Reisebüro von Deutschland aus, zum Beispiel über die Flugbörse in
Frankfurt, Telefon: 069/ 2562693. Der Flughafen von Leh ist ein
Sichtflughafen. Bei schlechtem Wetter kann es ebenfalls zu wochenlangen
Verzögerungen kommen. Der Landweg von Srinagar nach Leh gilt wegen
möglicher Rebellenangriffe als zu gefährlich.
Studiogast der Sendung:
Roland
Wieser
Ladakh-Experte
aus Roth
Telefon: 0171/ 8806155
Fax:
0911/ 6697802
Gewinnspiel
Gewinnen Sie zusammen mit der "Guten
Reise" und dem DUMONT Reiseverlag heute diesen Führer.
Unsere Frage: Wie heißt im Buddhismus der Zustand vollkommener
Befreiung?
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Glückwunsch an Simon Strobel
aus Pfaffenheck! Lösung: Nelkenrevolution
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Unsere Frage war: Wie heißt im Buddhismus der Zustand vollkommener Befreiung, aus dem es auch keine Rückkehr in die Welt der Erscheinungen mehr gibt?
Die richtige Antwort lautet: Nirvana
Unser Gewinner: Glückwunsch an xxx aus zzz! --
Adressen
Indisches Fremdenvekehrsamt
Baseler
Straße 46
60329 Frankfurt/ Main
Telefon: 069/ 242949- 0
Fax: 069/
242949- 77
E-Mail: info@india-tourism.de
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